Online Girokonto Vergleich

Was ein gutes Girokonto ausmacht, hängt von den Ansprüchen des einzelnen Kunden ab.

Ein kostenloses Konto

Für die meisten Bankkunden gehört die Kostenfreiheit des Girokontos zu den wesentlichen Merkmalen eines guten Bankkontos. Je nach Bank und teilweise auch nach dem gewählten Kontomodell sind unterschiedliche Anforderungen wie ein Mindestzahlungseingang für das Gratiskonto zu erfüllen. Diese reichten von einer bedingungslosen Kostenfreiheit über die Forderung lediglich eines einzigen unbaren Geldeingangs bis zu hohen monatlichen Mindesteingängen. Zugleich verwenden Banken den Begriff des kostenlosen Girokontos grundsätzlich für die Kontoführung ohne Monatsentgelt und ohne anfallende Kosten für die einzelnen Buchungen. Kosten für die Bankkarte sowie für Kartenzahlungen außerhalb des Euro-Währungsraumes können bei einem als kostenlos bezeichneten Konto hingegen durchaus anfallen. Einige Geldinstitute beschränken die Anzahl der unentgeltlichen Barverfügungen je Kalendermonat auf fünf Ein- oder Auszahlungen und verlangen für jedes weitere Bargeldgeschäft ein Sonderentgelt. Bei einem Girokonto Vergleich achten Verbraucher deshalb außer auf den Preis auch auf weitere Punkte, die ihnen wichtig sind.

Der Dispositionskredit und Zusatzleistungen

Die Nichtinanspruchnahme des Dispositionskredites ist am billigsten. Dennoch sollte ein solcher bestehen, damit unerwartete Ausgaben über das Girokonto möglich sind. Einige Banken gewähren grundsätzlich jedem Kontokunden, der kein reines Guthabenkonto führt, zumindest einen kleinen Verfügungsrahmen. Andere Geldinstitute räumen einen Dispositionskredit hingegen nur nach einer strengen Prüfung der Kreditwürdigkeit ein, sodass viele Kontoinhaber einen solchen nicht erhalten. Vorteilhaft ist ebenfalls, wenn der Zinssatz für den Dispositionskredit niedrig ausfällt. Zu einigen Girokonten erhält der Inhaber neben der Bankkarte eine kostenlose Kreditkarte. Bei dieser können Entgelte für einen Auslandseinsatz sowie für Bargeldabhebungen anfallen. Schecks werden von Privatgirokunden selten benötigt und von vielen Banken gar nicht mehr ausgegeben. Wer dennoch auf deren Verfügbarkeit angewiesen ist, findet ein gutes Girokonto zwangsläufig nur bei den wenigen Geldinstituten, die weiterhin Schecks ausgeben.

Die Geldautomaten

Bei einem kostenlosen Girokonto fallen Entgelte für die Versorgung mit Bargeld an, wenn die Bank am Wohnort des Kontoinhabers keinen eigenen Geldautomaten unterhält und sich dort auch kein Automat einer Partnerbank befindet. Das trifft naturgemäß nicht oder eingeschränkt zu, wenn das Geldinstitut die Kosten für eine bestimmte Anzahl an Barauszahlungen übernimmt. Ob ein Girokonto für den konkreten Kunden ein gutes Bankprodukt darstellt, richtet sich somit auch nach der Verfügbarkeit von Geldautomaten am Wohnort oder eventuell am Arbeitsort.

Unterschiede im Online-Banking

Bei der Bewertung eines guten Girokontos achten Verbraucher auch auf die Unterschiede beim Online-Banking. Einige Geldinstitute ermöglichen den Versand von Mitteilungen, für die der Gesetzgeber und die BaFin nicht zwingend die persönliche Unterschrift vorschreiben, mittels der Eingabe einer TAN über das Kommunikationssystem. Andere stellen ein solches im Online-Banking nicht zur Verfügung, sodass nur die persönliche Vorsprache in der Bank oder der Versand eines Briefes möglich ist. Teilweise stellen Banken auch bei eigentlich kostenloser Kontoführung nur eine begrenzte Zahl an mobilen TANs je Girokonto und Kalendermonat unentgeltlich zur Verfügung, sodass bei einer Kontoführung mit vielen aktiven Überweisungen nennenswerte Kosten anfallen. Bei einem guten Bankkonto sollten diese generell kostenlos sein oder ersatzweise eine Alternative zur mTAN angeboten werden.